Alpenblumen fotografieren: So gelingen perfekte Makro-Aufnahmen
Die Alpenflora ist eine der artenreichsten Europas – und gleichzeitig eine der dankbarsten Motive für Naturfotografen. Edelweiß, Alpenrose, Enzian: Diese Pflanzen wachsen in einer Umgebung, die selbst das Bild macht. Man muss nur wissen, wie.
Das richtige Equipment
Für Makro-Aufnahmen braucht man kein teures Spezialequipment. Ein normales 90mm-Makroobjektiv reicht vollkommen. Wichtiger ist ein kleines Reise-Stativ – denn bei f/11 und wenig Wind macht selbst ein leichter Atemzug das Bild unscharf.
Licht und Zeit
Die besten Makro-Bilder entstehen morgens, wenn die Blumen noch Tautropfen tragen. Das diffuse Morgenlicht ist weich und wirft keine harten Schatten. Außerdem sind die meisten Blumen um 6 Uhr noch ruhig – kein Insekt fliegt rein und kaum ein Wanderer tritt in den Vordergrund.
Komposition
Meine liebste Kompositionsregel für Alpenblumen: die Blume im Vordergrund scharf, im Hintergrund unscharf die Bergkulisse. Das erzeugt eine Tiefe, die das Auge sofort fesselt. Dafür öffne ich die Blende auf f/4 bis f/5.6 und gehe ganz nah ran.