Karwendel-Durchquerung: Das wilde Herz der nördlichen Kalkalpen
Das Karwendel ist das größte Naturschutzgebiet Österreichs und eines der einsamsten Gebirge der Alpen. Keine Seilbahnen, kaum Infrastruktur – aber dafür Wildheit und Stille, die im modernen Alpentourismus selten geworden sind.
Die Route
Ich startete in Scharnitz und folgte dem Karwendelhaus-Weg zur gleichnamigen Hütte, einem der ältesten Schutzräume im Karwendel. Vier Tage, 55 Kilometer, durch Schluchten und über Schrofengelände, das einem Kondition und Orientierungssinn abverlangt.
Das Karwendel aus fotografischer Sicht
Gerade hier lohnt es sich, das Stativ mitzunehmen. Die Bergformationen sind dramatisch, die Kontraste zwischen den weißen Kalkfelsen und dem Dunkelgrün der Wälder einzigartig. Morgens liegt oft Nebel in den Tälern – ein Traumszenario für Landschaftsfotografen.
Einsamkeit als Gewinn
Vier Tage Karwendel, und ich bin exakt drei anderen Wanderern begegnet. Das ist das Geheimnis des Karwendels: Es liegt zwischen Bayern und Tirol, zwischen den großen Touristenmagneten – und wird deshalb übersehen. Zu Unrecht.