Sonnenaufgang am Zugspitzplatt: Das frühe Aufstehen lohnt sich
3 Uhr Weckerklingeln, kalte Füße, warmer Kaffee aus der Thermoskanne – und dann dieser Moment, wenn das erste Orangerot über die Bergkämme kriecht. Sonnenaufgänge in den Alpen zu fotografieren ist Sucht und Schlafentzug zugleich.
Die Vorbereitung
Ein Sonnenaufgangs-Shooting beginnt am Vorabend. Ich nutze die App PhotoPills, um genau zu wissen, wo die Sonne aufgehen wird und welche Berge sie zuerst trifft. Dann suche ich mir einen Standpunkt mit klarem Blick nach Osten – idealerweise mit Vordergrund-Interesse wie einem Bergsee oder Felsen.
Equipment bei Minusgraden
Auf dem Zugspitzplatt kann es selbst im Sommer unter null Grad kalt sein. Wichtig: Akkus kühlen schnell aus. Ich trage immer einen Ersatzakku unter der Jacke am Körper. Und ein Mikrofasertuch – denn Atem kondensiert auf dem Sucher.
Die goldene Stunde nutzen
Man hat etwa 20 Minuten, in denen das Licht perfekt ist. Ich arbeite mich von Weitwinkel zu Tele durch – erst das große Panorama, dann Details, dann einzelne Berggipfel im Gegenlicht.