Wildtiere fotografieren: Gämsen, Murmeltiere und Steinböcke in den Alpen
Es gibt kaum ein befriedigenderes Erlebnis in der Bergfotografie als ein Gämse aus wenigen Metern zu fotografieren – das Tier komplett entspannt, das Licht perfekt, der Hintergrund die schneebedeckten Gipfel. Das ist kein Zufall, das ist Vorbereitung.
Wo findet man Wildtiere?
Murmeltiere: am verlässlichsten an Schutthalden und Almwiesen zwischen 1.800 und 2.400 Metern. Früh morgens sitzen sie oft außerhalb ihrer Bauten und sonnen sich. Gämsen: auf Graten und Steilhängen. Mit einem 400mm-Tele kann man sie aus sicherer Distanz ablichten. Steinböcke: in Schutzgebieten, oft erstaunlich zahm.
Die Tarnung ist überschätzt
Man braucht keine grüne Camouflage-Kleidung. Wichtiger ist langsames, ruhiges Bewegen und Windrichtung beachten – Tiere orientieren sich primär über den Geruch. Ich setze mich oft einfach hin und warte. Nach 10 Minuten vergessen die Tiere, dass man da ist.
Fototechnisch
Lichtstarke Telezooms sind ideal. Mindestens 300mm, besser 400-500mm. Freihand mit Image Stabilizer reicht für Murmeltiere, für Gämsen in Bewegung hilft ein Monopod.